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Veranstaltung 

Karfunkelschein. Prade – Gablonzer Modeschmuck
Titel:
Karfunkelschein. Prade – Gablonzer Modeschmuck
Wann:
25.11.2011 - 04.03.2012 19.30 h
Wo:
Glasmuseum -
Kategorie:
Ausstellungen

Beschreibung

Ausstellung im Glasmuseum Rheinbach 25.11.2011-4.3.2012

-> Info-Broschüre zum Download  3,83 MB (im pdf-Format)

Der Titel der Ausstellung weckt romantische Assoziationen, er beschwört Bilder deutscher Märchenwelten und die Rübezahl-Legenden des Riesengebirges herauf. Und es sind magisch funkelnden Glassteine, die von der Modeschmuckfirma Prade zu exklusiven Kreationen verwendet wurden. Viel spiegelt sich in diesen kleinen geschliffenen bunten Glassteinen: die Magie der Schönheit, die Geschichte einer spannenden Kulturlandschaft und eines traditionsreichen Handwerks

Die Firma Prade, 1922 von Richard Prade (1895-1966) gegründet, fertigte zuerst in Gablonz und später in Schwäbisch Gmünd originellen Modeschmuck auf höchstem handwerklichen Niveau. Gablonz an der Neiße hatte bis 1918 das Weltmonopol in der Herstellung von unechtem Schmuck.

Aus der Frühzeit haben sich interessante Stücke erhalten, die sich am Zeitgeist des Art Déco orientieren, in den 1930er Jahren stehen unter anderem Sportmotive und Insekten auf dem Programm. Für die bedeutendsten Modeschmuckhersteller wie Coro in New York, Miriam Haskell, Trifari oder Elsa Schiaparelli in Italien fertigte die Firma Prade Modeschmuck.

Mit dem Neuanfang in Schwäbisch Gmünd im Jahre 1948 wurde die Prade Kollektion um Schmuck aus gehämmertem Metall - vorwiegend Tombak - und Naturmaterialien wie Bambus, Bast, Kokos und Kork erweitert, es entstand figurativer Ansteckschmuck im Stil der Fifties, Max Bill, Picasso und die legendäre „Nierentisch-Form“ standen Pate. In den 1960er Jahren inspirierte der Modeschöpfer Courrèges zu strengen im Schwarz-Weiß Stil gearbeiteten Stücken, Pop- und Op-Art sorgten für ein fröhliches Farbspektrum und die Kinetik bot Anregung für beweglichen Schmuck.

Aus 30.000 Schmuckmodellen zeigt die Ausstellung eine kleine Auswahl von 300 prägnanten Stücken, die einen grandiosen Überblick zu 70 Jahren Modeschmuck bietet. Neben Ringen, Ohrclips, Armreifen und Colliers waren über fünf Jahrzehnte aufwendig gefertigte Broschen mit sehr großen, leuchtenden, zum Teil mehrfarbigen Steinen en vogue.

Einen beinahe versunkenen kulturellen Mikrokosmos im Herzen Europas gilt es wiederzuentdecken, die Ausstellung bietet Einblick in die fast einzige, vollständig erhaltene Nachkriegskollektion der einst florierenden Welt des Modeschmucks.

Zur Ausstellung ist im modo Verlag eine von Cornelie Ueding herausgegebene Publikation erschienen, die zum Preis von 36,00 € im Glasmuseum erworben werden kann.

Zur Eröffnung der Ausstellung am

Freitag, dem 25. November 2011, 19.30 Uhr
im Glasmuseum Rheinbach,
Himmeroder Hof 6, 53359 Rheinbach
sind alle Freunde der Glaskunst herzlich eingeladen.

Begrüßung:

Stefan Raetz, Bürgermeister, und Dr. Ruth Fabritius, Museumsleiterin
Einführungsvortrag: Prof. Dr. Jürgen Wertheimer

Das Begleitprogramm zur Ausstellung umfasst Workshops, Vorträge und einen literarisch-kulinarischen Abend.

Veranstaltungsort

Ort:
Glasmuseum

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